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— oder: was ich mache, wenn ich nicht online bin...

Was tun wir, wenn wir denken? Aufgrund der traditionellen "Kopflastigkeit" der kognitiven Psychologie wurde diese Frage meist als eine Untersuchung über die Natur des Denkens (miss-)verstanden. In meiner aktuellen Forschung, welche hoffentlich im kommenden Jahr zu der begehrten Namensverlängerung führen wird, versuche ich schlicht, dieselbe Frage mit einer anderen Betonung neu zu stellen: Was tun wir, wenn wir denken?

Konkret interessiere ich mich dafür, wie interaktive Ressourcen (z.B. Papier und Bleistift, aber auch berits die Fähigkeit, auf Gegenstände zu zeigen oder diese zu verschieben) unsere Problemlöseprozesse formen und bestimmen. Neben theoretisch-grundlagenwissenschaftlichen Implikationen haben die Wechselwirkungen zwischen Mensch, Werkzeug und Umwelt auch Anwendungsaspekte: Wie beeinflusst etwa das Computerprogramm, das Sie gerade verwenden, um diese Seite zu lesen, Ihre Wahrnehmung der darauf enthaltenen Informationen?

Einige Gedanken zu diesem zugleich fesselnden und schwer fassbaren Themenkreis habe ich versucht, in einigen Vorträgen zu umreissen:

Hinweis: Die Liste ist seit einigen Jahren nicht aktualisiert worden. Bitte wenden Sie sich an mich, wenn Sie Informationen zu neueren Vorträgen wünschen.

Die Research Group on Human Computer Interaction der Cardiff University stellt ein ideales Umfeld für die Beantwortung derartiger Fragen dar. (Wir sind gerade dabei, unsere Projektinhalte im Internet zugänglich zu machen — bitte gedulden Sie sich noch ein wenig.)

Hinweis:

Als kleine Kostprobe typischer "Problemlöseforschung", steht nun das Programm MultiTowers (auf Englisch) zum download zur Verfügung.

Vor meiner Konvertierung zum professionellen "Problemlöser" habe ich mich (in Freiburg und Princeton) vor allem für Logik und psychologische Aspekte schlussfolgernden Denkens interessiert. Ausserdem bin ich seit ein paar Jahren freiberuflich als Computerjournalist und Software-Rezensent tätig. Einzelheiten dessen können Sie meiner Publikationsliste und meinem Lebenslauf entnehmen.

Übrigens habe ich, da "Problemlösen" den Gegenstand meiner Dissertation darstellt, zumindest eine mögliche Berufsbeschreibung mit James Bond 007 gemeinsam: "Ich löse Probleme." Eines der Hauptprobleme besteht darin, irgendwann die Zeit zu finden, diese verflixte Dissertation zu schreiben.

zurueck

 
hanz@neth.de; 12|2001